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Freitag, 21.11.2008

Hauptamt Bruchsal: Abt. III – Kultur und Veranstaltungen

Ein gesamteuropäisches Kulturereignis
Am 14. September ist Tag des offenen Denkmals

Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, der kommenden Sonntag, 14. September, stattfindet, erlauben wieder unzählige Bau- und Kunstdenkmale bemerkenswerte Blicke hinter die sprichwörtlichen Kulissen. Als "European Heritage Days" wurde diese Veranstaltung 1991 vom Europarat initiiert und hat sich zwischenzeitlich zu einem der größten alljährlichen gesamteuropäischen Kulturereignisse entwickelt. Allein in Deutschland öffnen heuer wieder mehr als 7000 historische Gebäude in über 3000 Städten und Gemeinden ihre Türen - 800 davon allein in Baden Württemberg. Regelmäßig verzeichnete der Denkmaltag in den vergangenen Jahren bundesweit rund 4 Millionen Besucher. Das Schwerpunktthema 2008 lautet "Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung", Interessenten finden das bundesweite Programm unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Bruchsal bietet zum Denkmaltag auch manche nicht alltägliche Perspektive
Hoch auf dem Bergfried und tief unten in historischen Kellergewölben

Am 14. September: Zehn Veranstaltungen zwischen 11 und 17 Uhr

(pa.) Bergfried, Schloss, Kirchen, historische Altstädte: Auch in Bruchsal wird am 14. September zum Tag des offenen Denkmals die vielfältige Stadthistorie durch Führungen, Besichtigungen und Vorträge umfassend beleuchtet. Zwischen 11 und 17 Uhr sind an mehreren Orten in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen Heidelsheim, Ober- und Untergrombach eindrucksvolle Begegnungen mit der Geschichte möglich - darunter auch manche nicht alltägliche Perspektive. Überall ist die Teilnahme kostenfrei.

Der Tag beginnt um 11 Uhr mit einer Führung unter Leitung von Hajo Rheinstädter durch die Ausstellung "Gebaut, zerstört, wiedererstanden" im Bruchsaler Barockschloss in der Schönbornstraße. Weitere Führungen mit Hubertus Kuhnert finden um 14 und 16 Uhr statt und beleuchten insbesondere das sonst nicht zugängliche Lapidarium unter der Schlosskirche. Treffpunkt ist jeweils bei der Kasse im Eingangsbereich des Schlosses.

Um 11.30 Uhr besteht die Möglichkeit zur Besteigung des historischen Bergfrieds in der Stadtmitte, der seit genau 650 Jahren das Zentrum von Bruchsal beherrscht. Die Führung unter Leitung von Bertold Koehlen nimmt die Baugeschichte des Turmes als Teil der alten Bruchsaler Bischofsburg und als wichtiges Element der mittelalterlichen Stadtbefestigung in den Blick. Treffpunkt ist direkt am Fuß des Bergfrieds.

Weiter geht es um 13.30 Uhr im mittelalterlichen "Städtl" von Obergrombach, das zweifellos mit zu den sehenswertesten geschlossenen Altstädten im nordbadischen Raum gehört. Heinz Willy vom örtlichen Heimatverein lässt am Fuß der Marienburg aus dem 13. und 14. Jahrhundert die Geschichte dieser mit einer Stadtmauer befestigten Siedlung lebendig werden, die seit dem 13. Jahrhundert die Bezeichnung "Stadt" führt (Treffpunkt: Verwaltungsstelle, Rathausplatz 1).

Ein bedeutendes Baudenkmal ist das mittelalterliche Firstsäulenständerhaus in Untergrombach (Obergrombacher Straße 32), das heute das Heimatmuseum beherbergt und von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Um 14.30 und 16 Uhr finden Führungen mit Dietmar Konanz vom Heimatverein Untergrombach statt. Das zweigeschossige, nach 1428 errichtete Gebäude nimmt im Kraichgauer Hausbau eine bemerkenswerte Sonderstellung ein.

In sonst nicht zugängliche Bereiche führen um 14 und 15 Uhr Rundgänge in der Bruchsaler Lutherkirche (Luisenstraße 7). Treffpunkt ist jeweils am Haupteingang. Als erstes eigenes Gotteshaus der evangelischen Gemeinde im stark katholisch geprägten Bruchsal kam dieser Kirche eine besondere Bedeutung zu. Die Zerstörung am 1.März 1945 und der Wiederaufbau haben bis heute sichtbare Spuren hinterlassen. Nicht nur für Kinder gibt es um 17 Uhr auf der Orgelempore das Märchen „Eberhards verwegene Abenteuer“, bei der man das mächtige Kirchenmusikinstrument von der Nähe kennen lernen kann. Der Eintritt auch zu dieser Veranstaltung ist frei, um Spenden wird gebeten.

"Blicke hinter verschlossene Türen" versprechen um 16 Uhr Marliese und Peter Schwedes im historischen Ortskern von Heidelsheim. Einige dieser Türen führen im wahrsten Sinn des Wortes hinunter in den "Untergrund" des mittelalterlichen Kraichgaustädtchens: So gibt es einen geheimnisvollen zugemauerten Gang im so genannten Paravicini-Haus zu sehen, das einst der Heidelsheimer Bürgermeister bewohnte, außerdem einen gemauerten Grundwasserbrunnen im Originalzustand. Treffpunkt ist beim Brunnen auf dem Marktplatz.


Service-Hotline für Kurzentschlossene

Infos über Denkmaltag im Bruchsaler Raum auch telefonisch erhältlich

Für "Kurzentschlossene" bietet die Stadt Bruchsal die Möglichkeit, sich von Freitag, 12. September, bis einschließlich Sonntagnachmittag (14. September) kurzfristig über die kostenfreien Angebote des Denkmaltages zu informieren. Eine Service-Hotline ist jeweils im Zeitraum zwischen 10 und 17 Uhr erreichbar und bietet bei Bedarf nähere Hinweise zu den einzelnen Veranstaltungen (Tel. 0172/7409826).



Einen kurzen Überblick über alle Veranstaltungen finden Sie hier.

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