Hauptamt Bruchsal: Abt. III Kultur und VeranstaltungenEin gesamteuropäisches Kulturereignis Am 14. September
ist Tag des offenen Denkmals
Am bundesweiten Tag des offenen
Denkmals, der kommenden Sonntag, 14. September, stattfindet, erlauben
wieder unzählige Bau- und Kunstdenkmale bemerkenswerte Blicke
hinter die sprichwörtlichen Kulissen. Als "European
Heritage Days" wurde diese Veranstaltung 1991 vom Europarat
initiiert und hat sich zwischenzeitlich zu einem der größten
alljährlichen gesamteuropäischen Kulturereignisse
entwickelt. Allein in Deutschland öffnen heuer wieder mehr als
7000 historische Gebäude in über 3000 Städten und
Gemeinden ihre Türen - 800 davon allein in Baden Württemberg.
Regelmäßig verzeichnete der Denkmaltag in den vergangenen
Jahren bundesweit rund 4 Millionen Besucher. Das Schwerpunktthema
2008 lautet "Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und
Bauforschung", Interessenten finden das bundesweite Programm
unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.
Bruchsal bietet zum Denkmaltag auch manche nicht alltägliche
Perspektive Hoch auf dem Bergfried und tief unten in historischen
Kellergewölben
Am 14. September: Zehn
Veranstaltungen zwischen 11 und 17 Uhr
(pa.) Bergfried, Schloss,
Kirchen, historische Altstädte: Auch in Bruchsal wird am 14.
September zum Tag des offenen Denkmals die vielfältige
Stadthistorie durch Führungen, Besichtigungen und Vorträge
umfassend beleuchtet. Zwischen 11 und 17 Uhr sind an mehreren Orten
in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen Heidelsheim, Ober- und
Untergrombach eindrucksvolle Begegnungen mit der Geschichte möglich
- darunter auch manche nicht alltägliche Perspektive. Überall
ist die Teilnahme kostenfrei.
Der Tag beginnt um 11 Uhr mit
einer Führung unter Leitung von Hajo Rheinstädter durch die
Ausstellung "Gebaut, zerstört, wiedererstanden" im
Bruchsaler Barockschloss in der Schönbornstraße. Weitere
Führungen mit Hubertus Kuhnert finden um 14 und 16 Uhr
statt und beleuchten insbesondere das sonst nicht zugängliche
Lapidarium unter der Schlosskirche. Treffpunkt ist jeweils bei der
Kasse im Eingangsbereich des Schlosses.
Um 11.30 Uhr besteht die
Möglichkeit zur Besteigung des historischen Bergfrieds in der
Stadtmitte, der seit genau 650 Jahren das Zentrum von Bruchsal
beherrscht. Die Führung unter Leitung von Bertold Koehlen nimmt
die Baugeschichte des Turmes als Teil der alten Bruchsaler
Bischofsburg und als wichtiges Element der mittelalterlichen
Stadtbefestigung in den Blick. Treffpunkt ist direkt am Fuß des
Bergfrieds.
Weiter geht es um 13.30 Uhr im
mittelalterlichen "Städtl" von Obergrombach, das
zweifellos mit zu den sehenswertesten geschlossenen Altstädten
im nordbadischen Raum gehört. Heinz Willy vom örtlichen
Heimatverein lässt am Fuß der Marienburg aus dem 13. und
14. Jahrhundert die Geschichte dieser mit einer Stadtmauer
befestigten Siedlung lebendig werden, die seit dem 13. Jahrhundert
die Bezeichnung "Stadt" führt (Treffpunkt:
Verwaltungsstelle, Rathausplatz 1).
Ein bedeutendes Baudenkmal ist das
mittelalterliche Firstsäulenständerhaus in Untergrombach
(Obergrombacher Straße 32), das heute das Heimatmuseum
beherbergt und von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Um 14.30
und 16 Uhr finden Führungen mit Dietmar Konanz vom
Heimatverein Untergrombach statt. Das zweigeschossige, nach 1428
errichtete Gebäude nimmt im Kraichgauer Hausbau eine
bemerkenswerte Sonderstellung ein.
In sonst nicht zugängliche
Bereiche führen um 14 und 15 Uhr Rundgänge in der
Bruchsaler Lutherkirche (Luisenstraße 7). Treffpunkt ist
jeweils am Haupteingang. Als erstes eigenes Gotteshaus der
evangelischen Gemeinde im stark katholisch geprägten Bruchsal
kam dieser Kirche eine besondere Bedeutung zu. Die Zerstörung am
1.März 1945 und der Wiederaufbau haben bis heute sichtbare
Spuren hinterlassen. Nicht nur für Kinder gibt es um 17 Uhr
auf der Orgelempore das Märchen „Eberhards verwegene
Abenteuer“, bei der man das mächtige
Kirchenmusikinstrument von der Nähe kennen lernen kann. Der
Eintritt auch zu dieser Veranstaltung ist frei, um Spenden wird
gebeten.
"Blicke hinter verschlossene Türen" versprechen um
16 Uhr Marliese und Peter Schwedes im historischen Ortskern
von Heidelsheim. Einige dieser Türen führen im wahrsten
Sinn des Wortes hinunter in den "Untergrund" des
mittelalterlichen Kraichgaustädtchens: So gibt es einen
geheimnisvollen zugemauerten Gang im so genannten Paravicini-Haus zu
sehen, das einst der Heidelsheimer Bürgermeister bewohnte,
außerdem einen gemauerten Grundwasserbrunnen im
Originalzustand. Treffpunkt ist beim Brunnen auf dem Marktplatz.
Service-Hotline für Kurzentschlossene
Infos
über Denkmaltag im Bruchsaler Raum auch telefonisch
erhältlich
Für "Kurzentschlossene"
bietet die Stadt Bruchsal die Möglichkeit, sich von Freitag, 12.
September, bis einschließlich Sonntagnachmittag (14. September)
kurzfristig über die kostenfreien Angebote des Denkmaltages zu
informieren. Eine Service-Hotline ist jeweils im Zeitraum zwischen 10
und 17 Uhr erreichbar und bietet bei Bedarf nähere Hinweise zu
den einzelnen Veranstaltungen (Tel. 0172/7409826).
Einen kurzen Überblick über alle Veranstaltungen finden
Sie hier.
Für weitere Fragen bezüglich der Nachrichten fragen Sie bitte direkt beim betreffenden Verein nach .
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